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Was ist Sterben?

Als Sterben bezeichnet man den Übergang eines Lebewesens vom Leben in den Tod.
Der Prozess des Sterbens ist durch eine fortschreitende Verminderung der Vitalfunktionen 
(z.B. Herzschlag, Atmung) bis zu ihrem vollständigen Zusammenbrechen gekennzeichnet.


Körperliche Phasen des Sterbens

Agonie

Die Agonie ist durch das allmähliche Nachlassen der Stoffwechselprozesse gekennzeichnet und führt zu einem langsamen Erlöschen der Lebensprozesse. Sie ist am Abnehmen des Bewusstseins, an einer röchelnden Atmung und einem schwächer werdenden, unregelmäßigen Puls erkennbar. Außerdem geht die Agonie mit einer Erschlaffung der Muskulatur und dem Erlöschen der Nervenreflexe einher. Zudem können unkoordinierten Bewegungen und Lautäußerungen, welche auf Grund des Ausfalls zentraler Steuerungsmechanismen entstehen, auftreten.

Indivudualtod

Die nächste Phase ist der Individualtod, der sich entweder als klinischer oder als Hirntod darstellt. Bei fehlgeschlagenen Reanimationsmaßnahmen tritt etwa 10 Minuten nach dem klinischen Tod der Hirntod ein - erst dann ist der Mensch irreversibel tot.

Intermediäres Leben

Im als intermediäres Leben bezeichneten Zustand leben die Organe und Gewebe entsprechend ihres Sauerstoffbedarfs eine kurze Zeit weiter.

Biologischer Tod

Am Schluss des Sterbens steht der biologische Tod, der auch Organ- oder Zelltod genannt wird und nach dem Absterben der letzten Zelle eintritt.

Auf meinem Blog finden Sie einen Link zu den körperlichen Abläufen während des Sterbeprozesses.https://herzensverbindungleingarten.blogspot.com/2018/09/wenn-der-tod-sich-ankundigt.html

Psychologische Phasen des Sterbens (nach Kübler-Ross)

Kübler-Ross hat den letzten Lebensabschnitt von schwerkranken und sterbenden Menschen in verschiedene Abschnitte, in die sogenannten Sterbephasen, gegliedert. 

Anzumerken ist, dass es sich, genau wie bei beispielsweise bei Trauer, beim Sterbeprozess um kein Geschehen handelt, das linear verläuft.
Phasen können sich auf verschlungenen Wegen bemerkbar machen oder auch mehrmals durchlaufen werden.
Die Stadien des Sterbens fließen vielmehr ineinander, sind Stadien des Wandels des Geistes, der Einstellung, der Gefühle.

Das Phasenmodell bezieht sich im Besonderen auf Situationen, in denen sich Sterben über einen gewissen Zeitraum erstreckt und der Sterbende selbst seinen letzten Entwicklungsprozess bewusst aufnehmen und gestalten kann.
Inwieweit Menschen, die einen ganz plötzlichen Tod erleben, z.B. im Zeitraffer diese Stadien durchschreiten, ist nicht bekannt.


1. Phase: "Nicht-Wahrhaben-Wollen"

"Er/sie wird vielleicht eine zeitlang die furchtbare Mitteilung beiseite schieben und in seiner/ihrer Tätigkeit fortfahren, als wenn er so gesund und kräftig wie vorher wäre.
Er/Sie wird selbst vielleicht auch voller Verzweiflung einen Arzt nach dem anderen aufsuchen in der Hoffnung, daß die erste Diagnose falsch gewesen sei. Er/Sie möchte vielleicht seiner Familie die Wahrheit vorenthalten - oder seine Familie möchte ihn/sie davor bewahren."
(Kübler-Ross)

Tpische Merkmale dieser Phase

Schock, Verdrängen, Leugnen, Stimmungslabilität

Beispiele typischer Äußerungen

Nein, nicht ich!/Ich bin wie gelähmt./Ich kann es nicht glauben./Mir nimmt es den Atem.



2. Phase: "Auflehnung"

"Wie können meine Verwandten mir noch Karten schreiben mit Wünschen für mich - es gibt nichts zu wünschen. Wie ich sie alle hasse, diese Menschen, die ihren Urlaub verbringen, durch die Welt reisen und die Freiheit haben, "Nein" zu sagen!"
(persönl. Mitteilung eines Patienten)

Typische Merkmale dieser Phase

Wut, Zorn, Haß, Nörgeln, Kritisieren, Selbstanklage, Schuldzuweisungen

Beispiele typischer Äußerungen

Warum ich?/Meine Wut ist grenzenlos!/Alles geht mir auf die Nerven!/Warum ist Gott so ungerecht?/Warum habe ausgerechnet ich so Pech?



3. Phase "Verhandeln"

"Er/sie verhandelt vielleicht mit Gott um eine Verlängerung seines Lebens, er/sie verspricht, sich zu bessern und fromm zu werden, wenn ihm/sie nur weitere Leiden erspart bleiben. Er/sie möchte vorher "sein Haus in Ordnung bringen", die noch nicht beendete Arbeit abschließen, bevor er/sie sich endlich eingesteht: "Es ist soweit.""
(Kübler-Ross)

Typische Merkmale dieser Phase

Hoffnungsvoll, kooperativ, aktiv, umgänglich

Beispiele typischer Äußerungen

Ja, es trifft mich, aber .../Wenn Gott mich nur 1 Jahr leben läßt... /Ich nehme alle Behandlungen auf mich, wenn ... /Nur meinen Geburtstag möchte ich noch erleben...



4. Phase "Depression"

"In der Phase der Depression trauert er/sie um längst vergangene Verluste, dann beginnt er/sie, sein/ihr Interesse an der Außenwelt zu verlieren. Seine/ihre Teilnahme an Menschen und Ereignissen nimmt ab, er/sie möchte immer weniger Menschen um sich haben, schweigend durchlebt er/sie den vorbereitenden Schmerz."
(Kübler-Ross)

Typische Merkmale dieser Phase

Trauer, Tränen, Rückzug, depressive Erstarrung, Angst, Sinnfrage, Lebensbilanz

Typische Äußerungen

Ja. ich./Ich schaue zurück./Es wird mir bewusst, was alles nicht mehr sein kann./
Ich habe Angst vor dem Sterben./Was bleibt von mir?



5. Phase "Annahme"

"Wenn man ihm/ihr gestattet, zu trauern, wenn sein/ihr Leben nicht künstlich verlängert wird und wenn seine/ihre Familie gelernt hat, sich zu fügen, wird er/sie imstande sein, in Frieden und Einverständnis zu sterben."
(Kübler-Ross)

Typische Merkmale dieser Phase

Friedlicher Zustand, Erschöpfung, Gelöstheit, große Sensibilität

Typische Äußerungen

Ich mache mir um das Morgen keine Sorgen./Der Tod macht mir keine Angst./Ich erlebe alles intensiv!



Was ist Sterbebegleitung?

"Sterbebegleitung ist Lebensbegleitung bis zuletzt."
Sterbebegleitung heißt, dem Schwerkranken Hilfe im Sterben, nicht zum Sterben anzubieten.

Zur Verfügung stehen sollte eine kompetente, pflegerische und medizinische Betreuung wie sie z.B. in Hospizen, in Palliativstationen oder durch ambulante Betreuungsdienste gewährleistet werden.

Menschen, die dem Schwerkranken/Sterbenden bisher auch nahe standen, sollen ein Getragen Werden ermöglichen.
Wenn gewünscht kann Unterstützung im spirituellen Bereich stattfinden, z.B. durch Seelsorgebesuche.
Bei Problemen in organisatorischer Hinsicht, z.B. in Fragen der weiteren Versorgung der Familie, bei finanziellen Problemen etc. sollte ebenfalls Hilfestellung gegeben werden.

Praktisch besteht Sterbebegleitung darin, dass man mit dem Kranken über die Gefühle der Unsicherheit, Angst, Auflehnung, Verlassenheit usw. spricht.
Man ermöglicht damit ehrliche Gespräche, dadurch kann der Sterbende aus der mitmenschlichen Verbundenheit den Mut schöpfen, sich mit den eigenen Problemen auseinanderzusetzen.


Gerne begleite ich Sie als Betroffenen oder Angehörigen in diesem letzten Lebensabschnitt.
Auch für Fragen stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung.


Kostet Sterbebegleitung bei Ihnen etwas?
Nein. Diese führe ich ehrenamtlich aus.


Kooperationspartner

Durch meine berufliche Tätigkeit als Trauer- und Sterbebegleiterin im Hospiz der Gezeiten in Bad Friedrichshall stehe ich dort fortlaufend in fachlichem Austausch.

(www.hospiz-der-gezeiten.de)